BYD hat es satt, darauf zu warten, dass jemand anderes seinen Stack steuert.
Der Elektroauto-Gigant hat gerade den Xuanji A3 auf den Markt gebracht. Ein selbst entwickelter 4-Nanometer-Chip. Von Anfang an für die Massenproduktion konzipiert. Es verwaltet die L3- und L4-Autonomie, aber Wang Chuanfu spricht nicht nur über Spezifikationen. Er spricht davon, Unfällen ein Ende zu bereiten. Das ist ein schweres Ziel.
Langfristiges Ziel ist ein unfallfreier Verkehr.
1700 Menschen bewegen sich normalerweise nicht so im Einklang, aber die Halbleitersparte von BYD ist mittlerweile riesig. Allein in ihrem Chip-Forschungs- und Entwicklungsteam sind über 7.000 Ingenieure tätig. Es fühlt sich auch wie ein Gegenschlag an. Li Auto hat kürzlich den Mach 100 eingestellt. Xpeng präsentierte Turing AI. Nio stellte den NX9031 vor. Der heimische Markt erwacht zur vertikalen Integration und BYD entschied, dass es an der Zeit sei, auf die Glocke zu reagieren.
Nicht nur Spezifikationen
Hier ist die Sache mit dem A3.
Es ist Chinas erster massenproduzierter 4-nm -Chip für autonomes Fahren. Aber schauen wir uns die reinen Zahlen an, denn der Marketing-Glanz kann dürftig sein. Ein Setup mit drei Xuanji A3 erreicht 2.100 TOPS. Rechnen Sie nach. Jeder Chip liegt bei 700 TOPS.
Vergleichen Sie das mit Nvidias Drive Thor. Auf dem Papier stimmen sie überein. Aber dann schauen Sie sich den Mach 100 von Li Auto an, der 1.280 TOPS produziert. Oder Xpengs Turing-KI mit 750. BYD gewinnt den Spitzenberechnungswettbewerb nicht. Nicht einmal annähernd.
Warum also einkaufen?
Effizienz. BYD behauptet, dass sie ihre Stromauslastung im Vergleich zur letzten Iteration verdoppelt haben. Zweihundert Prozent bessere Energie pro Flop. Es geht nicht nur um rohe Gewalt, sondern auch darum, dass beim Fahren kein Loch in die Batterie brennt. Außerdem setzen sie auf die Hardwaretiefe. Der A3 kommuniziert nativ mit 1000-Zeilen-LiDAR -Sensoren. Robosense, ihr Partner, zeigt bereits Prototypen mit bis zu 2160 Zeilen.
Da wundert man sich.
Ist die reine Verarbeitungsgeschwindigkeit genauso wichtig, wenn der Blick auf die Straße klarer ist als die 896-Zeilen-Sensoren von Huawei? Der aktuelle Goldstandard im HIMA-Ökosystem? Vielleicht übertrifft Präzision die Lautstärke. BYD glaubt das. Sie wollen diesen Chip in ihre Robotaxi -Flotten integrieren. End-to-End-gesteuert durch Software und Hardware.
Hier gibt es keinen ordentlichen Bogen. Die Datenblätter liegen möglicherweise etwas hinter Li Auto zurück, aber die Lieferkette liegt jetzt in ihren eigenen Händen. Die Frage ist nicht, ob es laufen kann. Es geht darum, wie weit sie gehen, bevor die Konkurrenz merkt, dass sie auf der Straße unterwegs sind und nicht nur Autos bauen.
Präzision statt Kraft.
Das scheint die neue Wette zu sein. Wir sehen uns im Verkehr.
