Ford hat die Timberline-Ausstattung durch den Explorer Tremor 2026 ersetzt und ist damit nach dem F-150, Super Duty, Expedition und Maverick das fünfte Modell, das die „Tremor“-Offroad-Behandlung erhält. Der neue Explorer bietet eine deutliche Steigerung der Leistung – und Kosten – mit einer leistungsstarken V-6-Option. Tests im Death Valley bestätigten, dass der Tremor hält, was er verspricht, obwohl Käufer für die zusätzliche Leistungsfähigkeit einen Aufpreis zahlen müssen.
Motoroptionen und Leistung
Der Tremor verfügt jetzt über den V6-Motor mit zwei Turboladern des Explorer ST, der 400 PS und 415 lb-ft Drehmoment leistet. Dieses Upgrade kostet zusätzlich 12.000 US-Dollar (zuzüglich des obligatorischen BlueCruise-Plans), verkürzt aber die Zeit von 0 auf 60 Meilen pro Stunde auf etwa 5,2 Sekunden. Für diejenigen, die eine preisgünstigere Option suchen, bleibt der turboaufgeladene 2,3-Liter-Reihenvierzylinder erhältlich, der 300 PS leistet und eine Beschleunigung von 0 auf 60 Meilen pro Stunde in 6,0 Sekunden erreicht.
Geländetauglichkeit und Federung
Der Tremor behält die wichtigsten Offroad-Funktionen des Timberline bei, darunter ein Torsen-Sperrdifferenzial, 18-Zoll-Geländereifen, Unterfahrschutz aus Stahl und eine um einen Zoll erhöhte Bodenfreiheit. Die Federung wurde für ein verbessertes Handling sowohl auf Asphalt als auch in unebenem Gelände abgestimmt und sorgt für eine gleichmäßige und sanfte Dämpfung. Mit einer Unterbodenfreiheit von 8,7 Zoll und Böschungs-/Abfahrwinkeln von 24,1 bzw. 23,7 Grad erweist sich der Tremor auf anspruchsvollen Oberflächen als effektiv. Sein hinterer Allradantrieb bietet einen Vorteil bei Bergauffahrten, während die Federung Stöße bei steinigen Abfahrten minimiert.
Antriebsstrang-Macken und Lenkung
Das vom Timberline übernommene Torsen-Differenzial kann Probleme haben, wenn ein Rad die Traktion verliert. Der Fahrer muss möglicherweise die Bremse manuell betätigen, um wieder Halt zu finden. Die Lenkung bleibt angemessen, aber es mangelt an Präzision, ein Kompromiss für zusätzlichen Dirt-Trail-Charme. Die Technologiesuite des Explorers, einschließlich BlueCruise und adaptiver Geschwindigkeitsregelung, unterstützt Fahrer auf und abseits der Straße. Die nach vorne gerichtete Kamera (Trail-Modus) zeigt einen Live-Feed auf dem zentralen Touchscreen an und erleichtert so die Sicht über Kuppen und zwischen Hindernissen.
Innen- und Technik-Upgrades
Der Tremor 2026 profitiert von der Innenausstattung des Explorers 2025 und verfügt über einen 13,2-Zoll-Touchscreen im Querformat und ein aktualisiertes Infotainmentsystem. Die Kabine umfasst jetzt bis zu 14 Lautsprecher (mit dem B&O-Upgrade) und Electric Spice-Akzente an Nähten und Emblemen.
Preise und Wert
Der Explorer Tremor 2026 startet bei 50.160 US-Dollar, etwas weniger als das Vorgängermodell von Timberline. Allerdings kostet das V-6-Upgrade-Paket 11.850 US-Dollar mehr, und Käufer müssen außerdem ein BlueCruise-Abonnement erwerben (495 US-Dollar für 15 Monate oder 2.495 US-Dollar für sieben Jahre). Der voll ausgestattete V-6-Tremor kostet über 62.500 US-Dollar.
Der Tremor bietet eine überzeugende Mischung aus Leistung, Leistungsfähigkeit und moderner Technologie, aber die hohen Kosten des V-6-Upgrades werfen Fragen zum Wert auf. Das Basismodell bietet einen erschwinglichen Einstieg, während die Top-Ausstattung Käufer anspricht, die Leistung über alles andere legen.
