Toyota unterhält auf seinem Arizona Proving Ground (TAPG), einer 12.000 Hektar großen Testanlage, ein spezielles Notfallteam vor Ort. Um schnelle Hilfe in abgelegenen Gebieten zu gewährleisten, in denen Krankenwagen Probleme haben, verlässt sich das Team auf einen stark modifizierten Toyota Sequoia – ein Fahrzeug, das auf Geschwindigkeit, raues Gelände und lebensrettende Fähigkeiten ausgelegt ist.
Der Sequoia: Vom Pressefahrzeug zum EMT-Rig
Ursprünglich war der Sequoia ein Pressevorführungsfahrzeug mit einer Laufleistung von 14.600 Meilen, wurde dann aber zu einem Vollzeit-Notfallhelfer umfunktioniert. Die dritte Reihe wurde entfernt und durch ein maßgeschneidertes ausziehbares Regalsystem ersetzt, um schnellen Zugriff auf medizinische Geräte, einschließlich Defibrillatoren und Feuerlöscher, zu ermöglichen. Obwohl es sich um ein SUV mit Platinum-Ausstattung handelt, behält der Innenraum sein werkseitiges Aussehen mit zusätzlichen Notbedienelementen.
Zu den Upgrades des Fahrzeugs gehören eine Westcott Designs-Aufhängung, 34-Zoll-Falken Wildpeak A/T4W-Reifen und intern entworfene CAD/3D-gedruckte Halterungen für Notlichter und Sirenen. Der Sequoia ist mit einer Sirenensteuerung von Lamphus SoundAlert, LED-Notlichtern und einem Motorola-Radio für die öffentliche Sicherheit ausgestattet.
Warum das wichtig ist: Realitäten auf dem Prüfstand
Die TAPG-Umgebung ist von Natur aus gefährlich. Ingenieure bringen Fahrzeuge auf Hochgeschwindigkeitsstrecken, brutalen Offroad-Strecken und steilen Steigungen an ihre Grenzen. Es kommt immer wieder zu Unfällen, und das Gelände erschwert den Zugang zu herkömmlichen Einsatzfahrzeugen. Der Sequoia füllt diese Lücke und erreicht Vorfälle schneller als externe Ersthelfer.
Das Team wickelt die meisten Notfälle intern ab und verlässt sich auf die schnelle Reaktion des Sequoia bei Überschlägen, mechanischen Ausfällen oder Begegnungen mit Wildtieren. Toyota unterhält außerdem zwei angehobene Tundra-Pickups, die mit 500-Gallonen-Wassertanks zur Unterdrückung von Buschbränden ausgestattet sind. Diese Fahrzeuge stärken die Autarkie der Einrichtung im Notfallmanagement.
Mehr als nur Autos: Ein in sich geschlossenes Ökosystem
Der Ansatz von Toyota unterstreicht die einzigartigen Anforderungen einer großen Fahrzeugtestanlage. Das Team ist rund um die Uhr im Einsatz, mit medizinischem Personal vor Ort und einem Hubschrauberlandeplatz für schwere Fälle. Der Schwerpunkt liegt auf der internen Kontrolle, um die Abhängigkeit von externen Notfalldiensten zu minimieren.
Das betriebsinterne Design und die Herstellung von Notfallausrüstung zeigen, dass das Unternehmen mehr Wert auf Praktikabilität als auf Sponsoringverträge legt. Das Ziel ist die Funktionalität, um sicherzustellen, dass die Fahrzeuge den spezifischen Anforderungen von Toyota an eine schnelle und zuverlässige Erstreaktion entsprechen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Einsatzfahrzeuge von Toyota – insbesondere der Sequoia – einen pragmatischen Ansatz für die Sicherheit in einer Umgebung mit hohem Risiko darstellen. Durch die Entwicklung und Wartung eines eigenen First-Response-Systems sorgt Toyota für minimale Ausfallzeiten und maximale Effizienz, wenn Unfälle unweigerlich passieren.






















