Vergessen Sie die Abkürzungsverwirrung. Ein elektronisches Sperrdifferenzial (eLSD) ist keine neue pharmazeutische Verbindung. Es ist kein Sportkanal. Es ist eine mechanische Komponente mit einem Gehirn.
Im Kern erfüllt ein eLSD die gleiche Aufgabe wie ein herkömmliches Sperrdifferenzial: Es verwaltet die Drehmomentverteilung zwischen den Rädern. Dies geschieht jedoch mit einer Geschwindigkeit und Präzision, die mechanische Einheiten nicht erreichen können. In der Regel handelt es sich dabei um druckbeaufschlagte hydraulische Kupplungen, die von einer elektronischen Steuereinheit gesteuert werden. Dieses Steuergerät könnte ein spezieller Mikrocomputer oder das Haupthirn des Fahrzeugs sein. Es spielt keine Rolle. Was zählt, sind die Daten.
Das System liest Eingaben von Radsensoren in Echtzeit. Wenn ein Rad durchrutscht, reagiert der Computer sofort. Es leitet zusätzliches Drehmoment auf das Rad mit tatsächlicher Traktion um. Dies geschieht schneller, als ein menschlicher Fahrer den Gashebel nehmen und wieder durchtreten könnte.
Einige Hersteller geben Ihnen die Kontrolle über diese Logik. Mit dem Active Yaw Control -System von Mitsubishi können Fahrer beispielsweise Voreinstellungen auswählen. Sie können das Differential auf Straße, Schotter oder Schnee abstimmen. Das Auto verändert seine Persönlichkeit je nach Oberfläche.
Warum elektronische Giersteuerung in AWD-Systemen wichtig ist
Beim Handling geht es nicht nur um geradlinige Beschleunigung. Es geht um Rotation.
Gieren ist die Drehung eines Fahrzeugs um seine Hochachse. Wenn Sie das Lenkrad drehen, giert das Auto. Wenn das Heck den Halt verliert und sich zu stark dreht, drehst du dich. Wenn es zu wenig dreht, untersteuert man. Ein eLSD verwaltet dieses Gleichgewicht.
Bei Fahrzeugen mit Allradantrieb hält ein hinteres eLSD die Hinterräder im Gleichschritt mit den Vorderrädern blockiert. Es dämpft übermäßiges Gieren. Durch die aktive Verwaltung der Drehmomentaufteilung fungiert das System als aktive Giersteuerung. Dadurch wird verhindert, dass das Auto bei schnellen Spurwechseln oder engen Kurven herausrutscht. Das Ergebnis ist ein Auto, das sich gepflanzt anfühlt. Aggressiv, aber kontrolliert.
Sie sehen diese Technologie auf bestimmten Plattformen. Saabs XWD (Cross Wheel Drive) nutzt es ausgiebig. So auch verschiedene Modelle von Mitsubishi, General Motors und Jeep. Es ist häufig in die umfassendere Fahrwerkssteuerung oder das elektronische Stabilitätssystem integriert. Die Hardware ist verborgen, aber die Wirkung ist unmittelbar.
Können Computer den Treiber vollständig ersetzen?
Wenn wir Computern das Torque Vectoring anvertrauen, warum dann nicht auch die Lenkung?
Das ist die nächste Grenze. Selbstfahrende Autos, automatisierte unterirdische Autobahnen und Selbstparksysteme sind bereits in der Entwicklung. Die Logik hält. Wenn ein Steuergerät die Traktion besser verwalten kann als ein Mensch, könnte es letztendlich das gesamte Fahrzeug steuern.
Im Moment ist das eLSD ein Werkzeug für den Fahrer. Es verbessert den Grip, ohne die Kontrolle zu verlieren. Es ist eine Partnerschaft zwischen Metall und Code.
Die Zukunft des Fahrens ist automatisiert. Aber bis dahin haben wir Differenzen, die denken.






















