Da steht null Kalorien. Aber wir wissen es besser.
Das ist die Stimmung auf dem SUV-Coupé-Markt. Sie reden sich ein, dass Sie die Praktikabilität zugunsten des Stils opfern. Sie verlieren Gepäckraum. Sie gewinnen Ästhetik. Das Dach fällt nach unten. Ihre Kopffreiheit gilt nicht.
Porsche versteht es. Deshalb haben sie das Cayenne Electric Coupé entwickelt.
Es ist alles Kleidung
Nehmen Sie den normalen Cayenne. Schneiden Sie die Oberseite ab. Nennen wir es einen 911-Nachkommen. Es ist technisch gesehen näher an der Silhouette des Straßenautos, ja. Aber meistens? Es ist performativ.
Das Coupé ist einfach der SUV im leicht performanten Gewand.
Sie sparen 0,02 Luftwiderstandsbeiwert. 0,23 von 0,25. Ist das wichtig? Geringfügig. Porsche gibt jedoch an, dass die schwächere Luft keinen Reichweitenvorteil bringt.
Sie gaben mir ein Turbo-Modell. 1.139 PS. Einfach… da. Mein Testwagen war ein S-Trimm, mit 657 PS etwas zurückhaltender. Basismodelle bekommen 435. Die Zahlen sind absurd. Die alten Benzin-V8-Motoren hatten dieses Drehmoment nicht. Dieser elektrische Antriebsstrang verändert die Physik.
Bildschirme und Schiebedächer
Drinnen wird es glatter. Das große 12,3-Zoll-Curved-OLED-Display? Es ist der Stern. Es lässt sich in der Mitte biegen, wodurch eine schöne Ablage für wichtige Knöpfe entsteht. Schnell. Knackig. Keine Verzögerung.
Umgeben vom digitalen Armaturenbrett und einem riesigen Beifahrerbildschirm, wenn Sie ihn bestellen, könnte man meinen, es handele sich um ein Cockpit aus Knöpfen und Glas. Das ist es nicht. HVAC bleibt physisch. Die Lautstärke bleibt körperlich. Die Benutzerfreundlichkeit bleibt hoch.
- Flüssigkristall-Schiebedach ist Standard.
- Das kabellose Ladegerät verfügt jetzt über Magnete.
- Sport Chrono-Timer ist im Lieferumfang enthalten.
Es gibt ein „Lightweight“-Paket. Es tauscht Glas gegen Kohlefaser. Du bekommst größere Räder. Sie verlieren 39 Pfund. Das ist es. Weniger als ein Prozent des Gesamtgewichts.
Ist es die Prämie wert? Wahrscheinlich nicht wegen der Leistung. Aber fühlen Sie sich dadurch auf der Autobahn besonders?
Oh ja.
Zu laut für zweihundert Riesen
Hier ist der Haken.
Auf gesperrten deutschen Straßen erreiche ich Höchstgeschwindigkeit. Die Lenkung war perfekt. Linearer Gewichtsaufbau. Klares Feedback der Pirellis. Bei 167 Meilen pro Stunde landete das Ding wie ein Stein. Stabilität? Unerschütterlich.
Doch der Kabinenlärm verdarb die Stimmung.
Porsche bewertet dieses Auto mit über 200.000 US-Dollar. Bei diesem Preis erwarten Sie Ruhe. Stille im Banktresor. Stattdessen? Hoher Windstoß. Reifenjammern. Es schleicht sich ein.
Der Macan EV hatte ähnliche Probleme. Ist es die neue Elektroplattform? Oder einfach nur schlechte Akustiktechnik? Ich weiß nicht.
Auch die Fahrt verlief nicht fehlerfrei. Eine aktive Federung meistert Unebenheiten meist wie Butter. Auf unebenen Stellen? Stöße wanderten den Rahmen hinauf. Nicht glatt.
Urteil
Das Cayenne E-Coupé ist kein schlechtes Auto. Es ist eine tolle Sitzposition. Tolle Technik. Wahnsinnige Geschwindigkeit.
Die Kopffreiheit im Fond leidet im Vergleich zum Square-Box-SUV etwas, aber Ihr Gepäck passt gut hinein. Die Technik ist schick. Die Fahrdynamik ist scharf.
Warum also extra bezahlen?
Wenn Sie Classic Coke bevorzugen, kaufen Sie den SUV. Wenn Sie cool aussehen und dabei auf Substanz verzichten müssen?
Holen Sie sich das Coupé.
