Home Neueste Nachrichten und Artikel Cupra Terramar Review: Ein stilvoller SUV mit einer verwirrenden Leistungshierarchie

Cupra Terramar Review: Ein stilvoller SUV mit einer verwirrenden Leistungshierarchie

Cupra Terramar Review: Ein stilvoller SUV mit einer verwirrenden Leistungshierarchie

Die Entscheidung des Volkswagen-Konzerns, Cupra von einer Performance-Variante von SEAT in eine eigenständige Marke umzuwandeln, hat sich als Meisterleistung erwiesen. Während sich SEAT auf einer eher konventionellen Marktposition etabliert hat, ist Cupra rasant vorangekommen und hat seinen Absatz im vergangenen Jahr um über 32 % auf 328.800 Fahrzeuge gesteigert.

Der neueste Anwärter in ihrer Aufstellung ist der Terramar. Obwohl er viele seiner DNA mit dem Volkswagen Tiguan teilt, hat Cupra versucht, dem Segment der kompakten SUV ein Gefühl von Eleganz und Spannung zu verleihen. Wie unsere Tests zeigen, ist das teuerste Modell der Reihe jedoch nicht unbedingt das aufregendste.

Das Leistungsparadoxon: Warum mehr Leistung nicht mehr Geschwindigkeit bedeutet

Das Terramar-Sortiment stellt für Käufer ein verwirrendes Angebot dar. Das Flaggschiff VZe ist das teuerste Modell, aber es ist überraschend langsamer als sein günstigeres Geschwistermodell, das VZ.

  • Terramar VZe (Plug-in-Hybrid): Liefert 200 kW (268 PS) und 400 Nm Drehmoment. In 7,3 Sekunden erreicht er 100 km/h.
  • Terramar VZ (Benzin): Verfügt über einen 2,0-Liter-Turbomotor mit 195 kW (262 PS) und 400 Nm Drehmoment. In nur 5,9 Sekunden erreicht er 100 km/h.

Der Grund für diese Diskrepanz liegt im Antriebsstrang. Der VZe verfügt über nur Frontantrieb, während der VZ über ein Allradantrieb -System verfügt. Dieser Aufbau stellt erhebliche Handhabungshürden für den VZe dar. Die Kombination aus sofortigem elektrischem Drehmoment und Frontantrieb führt zu einer aggressiven Drehmomentlenkung, bei der das Lenkrad beim Beschleunigen unvorhersehbar von einer Seite zur anderen zieht. Darüber hinaus kann sich die Traktionskontrolle aufdringlich anfühlen und die Leistung abrupt drosseln, um das Durchdrehen der Räder zu kontrollieren.

Innenarchitektur: Erstklassige Details vs. ergonomische Hürden

Im Innenraum vereint der Terramar erfolgreich die Verarbeitungsqualität von Volkswagen mit der jugendlichen, sportlichen Ästhetik von Cupra. Bronzefarbene Akzente und ein unten abgeflachtes Lenkrad schaffen eine besondere Atmosphäre, die ihn von einem Standard-VW unterscheidet.

Allerdings ist die Kabine nicht ohne Frustrationen:
Infotainment: Der 12,9-Zoll-Bildschirm reagiert, aber die berührungsempfindlichen Schieberegler für Klima und Lautstärke sind empfindlich und neigen dazu, Fingerabdrücke zu sammeln.
Bedienelemente: Die Lenksäulenhebel sind unkonventionell; Der linke Hebel steuert Licht, Signale und Scheibenwischer, während der rechte Hebel als Gangwahlhebel fungiert.
Audio: Während das 12-Lautsprecher-System von Sennheiser erstklassig ist, mangelt es den hinteren Lautsprechern an der Klarheit der vorderen, so dass Fahrer sie oft komplett deaktivieren müssen.
Praktikabilität: Das Plug-in-Hybridsystem im VZe geht mit Kosten für den Nutzwert einher und reduziert das Ladevolumen auf 400 Liter, da die Batterie einen Großteil der Bodenfläche einnimmt.

Fahrdynamik: Scharfes Handling, wirre Lieferung

Der Terramar zeichnet sich in einem Hauptbereich aus: Lenkung. Das Fahrzeug fühlt sich unglaublich agil an und schneidet mit der Präzision eines Hot Hatch in die Kurven. Die Integration von Dynamic Chassis Control Pro ermöglicht eine große Auswahl an Dämpfungseinstellungen, auch wenn die Extreme schwer zu ertragen sind – die weichste Einstellung ist immer noch recht fest, während sich die härteste Einstellung auf unebenen Straßen unangenehm steif anfühlt.

Das Fahrerlebnis wird durch zwei Faktoren etwas beeinträchtigt:
1. Der Antriebsstrang: Das Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe hält die Gänge über lange Zeiträume und die Hybridleistung fühlt sich im Vergleich zum scharfen Handling unkultiviert an.
2. Die Bremsen: Das Bremsgefühl ist uneinheitlich, es fehlt im ersten Viertel des Pedalwegs die Rückmeldung und gelegentlich wird das ABS vorzeitig aktiviert.

Effizienz und Wert

Wo die VZe ihre Existenz rechtfertigt, ist ihre Effizienz. Selbst ohne ständige Aufladung erreichten wir einen durchschnittlichen Verbrauch von 6,2 l/100 km (37,9 US mpg). Bei voller Ladung erreicht der Cupra eine rein elektrische Reichweite von bis zu 110 km (68 Meilen), was ihn zu einer praktikablen Option für Pendler macht, die die Kraftstoffkosten minimieren möchten.

Fazit

Der Cupra Terramar ist ein optisch auffälliger und gut gebauter SUV, aber das VZe-Modell leidet unter einem Missverhältnis zwischen seinem hohen Preis und seinen Einschränkungen beim Frontantrieb.

Endgültiges Urteil: Wenn Sie Effizienz wünschen, wählen Sie den Einstiegs-Hybrid; Wenn Sie echte Leistung und Fahrspaß wünschen, ist der Allradantrieb Terramar VZ die beste Wahl.

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