General Motors (GM) positioniert stillschweigend einen ehemaligen Tesla-Manager, Sterling Anderson, als potenziellen Nachfolger der derzeitigen CEO Mary Barra. Dieser Schritt signalisiert einen starken Fokus auf Software, Rentabilität von Elektrofahrzeugen (EV) und autonomes Fahren – Bereiche, in denen GM hinter Konkurrenten wie Tesla zurückbleibt.
Der Nachfolgeplan: Kein offizielles Wort, aber klare Absicht
Während GM angibt, dass es keinen formellen Nachfolgeplan gibt, deuten Quellen darauf hin, dass Anderson im Juni 2025 mit dem Ziel, den Spitzenposten zu übernehmen, in das Unternehmen eingetreten ist. Sein Hintergrund ist äußerst relevant: Zuvor leitete er die Entwicklung von Teslas Model
Das ist nicht nur Spekulation; Anderson kann auf eine Erfolgsbilanz bei der Erzielung von Ergebnissen in diesen kritischen Bereichen zurückblicken. Sein bisheriger Ansatz bei GM war methodisch: Erst die bestehende Struktur verstehen, dann gezielte Änderungen umsetzen. Wie er es ausdrückte: „Man kann es sich einfach nicht leisten, ein Unternehmen zu ruinieren. Verstehen Sie, wie es funktioniert, und beginnen Sie dann, chirurgisch Änderungen vorzunehmen.“
Warum das wichtig ist: GMs Transformation
GMs Hinwendung zu Anderson als möglichem künftigen Marktführer spiegelt die Entwicklung der Branche wider. Bei Autoherstellern geht es nicht mehr nur um Hardware; Software, Autonomie und Batterietechnologie stehen jetzt im Vordergrund.
- EV-Rentabilität: GM hat Mühe, die Margen von Tesla bei Elektrofahrzeugen zu erreichen, was dies zu einem wichtigen Leistungsindikator macht.
- Software-Dominanz: Das Super Cruise-System von GM ist wettbewerbsfähig, muss aber auf städtische Umgebungen ausgeweitet werden.
- Lieferkettenkontrolle: Die Sicherstellung einer stabilen und effizienten EV-Materialversorgung ist für den langfristigen Erfolg von entscheidender Bedeutung.
Von Tesla-Unstimmigkeiten zur GM-Strategie
Anderson verließ Tesla wegen Streitigkeiten über die Entwicklung des Autopiloten, eines Systems, das später einer Sicherheitsprüfung unterzogen wurde. Seine aktuelle Strategie bei GM legt den Schwerpunkt auf kalkulierte Veränderungen und nicht auf störende Überarbeitungen. Sein Fokus liegt auf:
- Zunehmende Software-Abonnements
- Ausweitung von Super Cruise auf komplexe städtische Umgebungen
- Optimierung der Lieferketten für Elektrofahrzeuge
Das lange Spiel: Timing und Wettbewerb
Mit 42 Jahren hat Anderson die Zeit auf seiner Seite. GM-Präsident Mark Reuss (62) ist ebenfalls ein Kandidat, was bedeutet, dass ein Übergang wahrscheinlich noch Jahre entfernt ist. Wenn Anderson jedoch spürbare Verbesserungen bei der Rentabilität von Elektrofahrzeugen und der autonomen Technologie erzielt, könnte sein Aufstieg zum CEO unvermeidlich sein.
„Die Nachfolge ist nicht garantiert, aber Anderson wird für den Job vorbereitet, wenn er Erfolg hat. GM braucht jemanden, der die Lücke zwischen der alten Fertigung und der Zukunft der Automobiltechnik schließen kann.“
Letztendlich stellt GMs Wette auf Anderson einen strategischen Dreh- und Angelpunkt in Richtung einer stärker softwaregesteuerten und technologisch fortschrittlicheren Zukunft dar.
