Volkswagen hat bestätigt, dass die nächste Generation seines legendären Golf-Modells – der Mk9 – auf absehbare Zeit weiterhin sowohl Optionen mit Verbrennungsmotor als auch vollelektrische Optionen anbieten wird. Die Entscheidung fällt, da die Nachfrage nach herkömmlichen Benzinfahrzeugen weltweit weiterhin stark ist, auch wenn die Automobilindustrie sich in Richtung Elektrifizierung verlagert.
Das zukünftige Golf-Lineup: Zwei Wege nach vorn
Nach Angaben von Volkswagen-Vorstandsmitglied Martin Sander wird der Golf der neunten Generation ab 2028 auf der Scalable Systems Platform (SSP)-Architektur des Unternehmens gebaut. Als erste Variante wird voraussichtlich die vollelektrische Version mit dem Namen „ID. Golf“ auf den Markt kommen. Ein herkömmlicher Golf mit Benzin- oder Hybridantrieb bleibt jedoch neben dem ID in Produktion. Golf werde „viele Jahre“ bleiben, wobei das Unternehmen schätzt, dass die Nachfrage nach Verbrennungsmotoren bis weit in das nächste Jahrzehnt hinein anhalten wird.
Dieser Ansatz spiegelt die Strategie von Volkswagen beim Polo wider, bei dem es sowohl Verbrennungs- als auch Elektroversionen geben wird. Neben dem ID. wird weiterhin der aktuelle Golf 8.5 verkauft. Zunächst Golf, bevor das völlig neue Verbrennungsmodell Mk9 auf den Markt kommt.
Design und Plattformentwicklung
Der nächste Golf wird Designänderungen aufweisen, darunter eine aufrechtere Frontpartie, einen verlängerten Heckspoiler und ausgestellte Radkästen, wie in einer frühen internen Enthüllung für die Mitarbeiter angekündigt. Die SSP-Plattform ermöglicht außerdem einen längeren Radstand, vergrößert den Innenraum und bietet Platz für verbesserte Batteriepakete für die Elektroversion.
Volkswagen strebt bei seinen künftigen Modellen eine einheitlichere Designsprache an, mit einer abgerundeten und unaufdringlichen Ästhetik, ähnlich der des ID. Kreuz und Ausweis. Polo. Das Unternehmen erwartet den Mk9 und den ID. Golf soll ein sehr ähnliches Aussehen haben.
Branding und Marktrealitäten
Volkswagen will seinen „ID“ nutzen. Branding für Elektrofahrzeuge, Anerkennung der wachsenden ID-Community. Fahrer. Allerdings erkennt man auch an, dass die Nachfrage nach Elektroautos in einigen Regionen nachlässt, weshalb das Unternehmen weiterhin Modelle mit Verbrennungsmotor anbieten wird, solange die Kunden dies nachfragen.
„Solange wir sehen, dass Kunden Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor nachfragen, werden wir das anbieten“, sagt Sander.
Der Name Golf bleibt sowohl für die Elektro- als auch für die Benzinversion erhalten und ersetzt damit effektiv den ID.3 in der Produktpalette. Vor der vollständigen Umstellung wird ein aktualisierter ID.3 Neo auf den Markt kommen, der ID. Das Branding wird für die elektrische Zukunft von Volkswagen weiterhin von zentraler Bedeutung sein.
Die Entscheidung, beide Antriebsstränge beizubehalten, spiegelt einen pragmatischen Ansatz für den Automobilwandel wider. Volkswagen setzt sich zwar für die Elektrifizierung ein, ist sich jedoch bewusst, dass die globalen Märkte immer noch Optionen mit Verbrennungsmotoren benötigen, und wird diese Nachfrage weiterhin bedienen und gleichzeitig seine Elektrostrategie vorantreiben.
