Porsche bringt 2028 neues Benzin-SUV auf den Markt: nicht nur ein überarbeiteter Audi

Michael Leiters, CEO von Porsche, hat die Entwicklung eines neuen benzinbetriebenen SUV bestätigt, der im Jahr 2028 auf den Markt kommen soll. Dieser Schritt erfolgt, nachdem die erste Generation des Macan im Jahr 2024 aufgrund aktualisierter Cybersicherheitsvorschriften eingestellt wurde und eine erhebliche Lücke in der Produktpalette von Porsche entsteht.

Plattformfreigabe, aber keine einfache Kopie

Der neue Crossover wird seine Grundlagen mit dem Audi Q5 teilen, eine Entscheidung, die die Frage aufgeworfen hat, ob es sich um kaum mehr als eine überarbeitete Version handeln wird. Leiters war sich sicher: Dies wird kein einfaches Rebadge sein. Porsche wird in einzigartige Technologien und Funktionen investieren, um sicherzustellen, dass das Fahrzeug der Markenidentität gerecht wird.

„Wir müssen sicherstellen, dass es sich um einen echten Porsche handelt … Dazu braucht es einige Inhalte, etwas Produktsubstanz, etwas Technologie, die bei diesem Auto neu ist.“

1-Milliarden-Euro-Lizenzvertrag mit Audi

Porsche zahlt Audi eine einmalige Lizenzgebühr in Höhe von einer Milliarde Euro, der Deal beschränkt sich jedoch nicht nur auf den Macan-Ersatz. Die Vereinbarung umfasst mehrere Kooperationsprojekte zwischen den beiden Marken des Volkswagen-Konzerns, darunter auch mögliche Partnerschaften für zukünftige Modelle. Dazu gehört die Entwicklung des Porsche 718 Boxster/Cayman EVs und des Audi Concept C, dessen Produktion im nächsten Jahr bestätigt ist.

Erweiterung des Sortiments

Über den Macan-Ersatz hinaus erwägt Porsche auch einen größeren dreireihigen SUV auf Basis der Audi Q9-Plattform, der ursprünglich als Elektrofahrzeug geplant war, nun aber zunächst mit einem Verbrennungsmotor auf den Markt kommen soll. Gerüchte deuten auch auf ein über dem 911 positioniertes Hypercar und eine mögliche Konsolidierung der Modelle Taycan und Panamera hin.

Navigieren in Markttrends

Die Entscheidung, wieder auf Verbrennungsmotoren, insbesondere bei SUVs, umzusteigen, mag angesichts der weltweiten Tendenz zu Elektrofahrzeugen kontraintuitiv erscheinen. Allerdings erkennt Porsche die anhaltende Nachfrage nach leistungsstarken Benzinmodellen an, insbesondere in Märkten wie China, wo die Verkäufe zurückgegangen sind. Der neue Macan-Ersatz ist entscheidend für die Wiedererlangung des Volumens.

**Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Porsche die gemeinsame Nutzung von Plattformen strategisch nutzt und gleichzeitig seine Markenidentität durch einzigartige Technik stärkt. Der Schritt, benzinbetriebene SUVs wiederzubeleben, zeigt die Flexibilität des Unternehmens bei der Bewältigung wechselnder Markttrends. Ob diese Strategie den Absatzrückgang in Schlüsselmärkten umkehren wird, bleibt abzuwarten, aber Porsche setzt auf die anhaltende Attraktivität seiner ICE-Modelle.