Alpine, der französische Sportwagenhersteller, ist weiterhin an einer Expansion in den amerikanischen Automobilmarkt interessiert, ein fester Starttermin bleibt jedoch ungewiss. Obwohl frühere Ziele für einen Markteintritt im Jahr 2027 durch die jüngsten Handelszölle erschwert wurden, gibt das Unternehmen seine Ambitionen nicht auf.
Die Kernstrategie: A110 EV First
Alpine-CEO Philippe Krief bestätigte in einem Interview mit Auto Express, dass der vollelektrische Sportwagen A110 im Mittelpunkt des ersten US-Vorstoßes der Marke stehen wird. Krief erklärte: „Wir müssen mit dem A110 in die USA gehen, weil dies das Herz von Alpine ist.“** Der Reiz des A110 liegt in seiner reinen Sportwagen-DNA, aber Alpine räumt ein, dass dies möglicherweise nicht ausreicht, um allein auf dem amerikanischen Markt Fuß zu fassen.
Die SUV-Frage: Markenidentität und Marktnachfrage in Einklang bringen
Um einen breiteren Erfolg zu erzielen, erwägt Alpine die Einführung eines größeren, leistungsorientierten SUV – möglicherweise mit Blick auf das Porsche Cayenne EV-Segment. Diese Entscheidung basiert auf der Erkenntnis, dass US-Verbraucher von einer neuen Marke oft mehr als nur einen zweisitzigen Sportwagen erwarten. Allerdings äußerte Krief auch Bedenken, zu weit von der Kernidentität von Alpine abzuweichen: ** „Aber in den USA wird es vielleicht nicht ausreichen, damit Händler und unsere Partner verkaufen können.“**
Die Marktrealität: Kompakte Crossover vs. High-End-SUVs
Das derzeit größte Fahrzeug von Alpine ist der A390, ein kompakter Elektro-Crossover. Obwohl in den USA eine starke Nachfrage nach Frequenzweichen besteht, stimmen Preis und Positionierung von Alpine möglicherweise nicht mit dem Großteil dieses Marktes überein, der häufig günstigere Optionen bevorzugt. Aus diesem Grund tendiert Alpine zu einem größeren, teureren SUV als Ergänzung zum A110 und macht ihn zu einem brauchbareren Begleiter für Händler und Verbraucher gleichermaßen.
Zeitpläne bleiben vage
Trotz der laufenden Diskussionen wurden keine konkreten Startzeitpläne festgelegt. Alpine hatte ursprünglich das Jahr 2027 angestrebt, aber dieser Termin rückt ohne endgültige Ankündigungen näher. Das Unternehmen prüft weiterhin die finanziellen und strategischen Risiken eines Markteintritts in den USA, sodass die Expansion bis auf Weiteres hypothetisch bleibt.
Die Ambitionen von Alpine in den USA hängen davon ab, die richtige Balance zwischen seiner Markenidentität und den Anforderungen des amerikanischen Marktes zu finden. Während der A110 EV wahrscheinlich der erste Marktteilnehmer sein wird, könnte ein größerer SUV für die langfristige Rentabilität von entscheidender Bedeutung sein. Ob Alpine diese Herausforderungen meistern kann, bleibt abzuwarten.






















