Laut CEO Michael Lohscheller wird Polestar keine Hybridfahrzeuge anbieten. Er betont, dass sich die Marke trotz des Gegenwinds in der Automobilindustrie weiterhin für eine rein elektrische Zukunft einsetzt. Diese Entscheidung basiert auf der Überzeugung, dass Verbrennungsmotoren (ICE) mit den Grundwerten und dem Kundenstamm des Unternehmens unvereinbar sind.
Warum Hybride vom Tisch sind
Lohschellers Haltung steht im Gegensatz zu mehreren alten Autoherstellern, die angesichts der langsameren Einführung von Elektrofahrzeugen und Gesetzesänderungen ihre Elektrifizierungspläne zurückfahren und erneut in Hybridtechnologie investieren. Während Polestar weiterhin defizitär wirtschaftet, glaubt der CEO, dass die Einführung von ICE- oder Hybridmodellen den umweltbewussten Kundenstamm abschrecken würde, dessen Durchschnittsalter bei 45 Jahren liegt – deutlich unter dem Branchendurchschnitt.
„Wenn wir sagen würden ‚Hey, wir bauen jetzt Verbrennungsmotoren in unserem Auto ein‘, würden sie sagen ‚Das geht nicht‘ – wir denken also nicht einmal darüber nach“, erklärte Lohscheller.
Das zu Geely gehörende Unternehmen könnte die bestehende Hybridtechnologie seines Mutterkonzerns technisch nutzen, Polestar betrachtet dies jedoch als Ablenkung von seiner Kernaufgabe. Lohscheller betrachtet den reinen Elektroantriebsansatz als ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal und positioniert Polestar als zukunftsorientierte Marke in einem sich schnell entwickelnden Markt.
Der breitere Kontext: Sich verändernde Automatisierungstrends
Die Automobilindustrie steht am Scheideweg. Während einige Hersteller ihre Wetten durch die Wiedereinführung von Hybridoptionen absichern, spiegelt Polestars Engagement für reine Elektromobilität eine langfristige Wette auf die letztendliche Dominanz von Elektrofahrzeugen wider. Bei dieser Entscheidung geht es nicht nur um Umweltverantwortung; Es ist auch ein strategischer Schritt, um ein Marktsegment zu erobern, das aktiv nach nachhaltigen Transportlösungen sucht.
Die jüngste Verlangsamung der Verbreitung von Elektrofahrzeugen wirft Fragen über das Tempo der Energiewende auf. Bedenken hinsichtlich der Machbarkeit von Elektrofahrzeugen weist Lohscheller jedoch zurück. Er glaubt, dass die Verbrauchernachfrage letztendlich die Abkehr von Verbrennungsmotoren vorantreiben wird, unabhängig von kurzfristigen Marktschwankungen.
Die Zukunft von Polestar: Wachstum durch Spezialisierung
Die Strategie von Polestar basiert auf der Erweiterung der Elektrofahrzeugpalette und nicht auf einer Diversifizierung in Hybridmodelle. Das Unternehmen plant die Einführung neuer Fahrzeuge in verschiedenen Marktsegmenten und behält dabei seinen Fokus auf emissionsfreier Technologie bei. Dieser Ansatz soll einen treuen Kundenstamm gewinnen, der Wert auf Nachhaltigkeit und Innovation legt.
Lohscheller besteht darauf, dass Polestars reine Elektromobilität keine Belastung, sondern vielmehr einen Wettbewerbsvorteil darstellt: „Wir werden keine Emissionen haben. Das ist die beste Differenzierung, die wir bekommen können.“ Die Führung des Unternehmens ist davon überzeugt, dass die Vereinfachung seines Produktportfolios und die Verdoppelung der Elektrifizierung den Betrieb rationalisieren und das Wachstum beschleunigen werden.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Polestars entschiedene Ablehnung von Hybridfahrzeugen sein Engagement für eine vollständig elektrische Zukunft unterstreicht, eine Entscheidung, die darauf abzielt, seine Markenidentität zu festigen und ein wachsendes Segment umweltbewusster Verbraucher anzusprechen. Der langfristige Erfolg dieser Strategie bleibt abzuwarten, doch das Unternehmen geht davon aus, dass die Zukunft der Mobilität unbestreitbar elektrisch ist.





















