Gary Jarmans Beziehung zu seinem Toyota Supra von 1995 ist mehr als nur Besitz; Es ist ein jahrzehntelanges Engagement für die Bewahrung der Automobilgeschichte. Im Gegensatz zu vielen Enthusiasten, die auf der Suche nach Modifikationen und Upgrades sind, hat Jarman seinen britischen Mk4 Supra sorgfältig gewartet, selbst nach 160.000 Meilen auf dem Tacho. Seine Geschichte verdeutlicht einen wachsenden Trend unter Sammlern: die Bevorzugung von Originalität gegenüber Leistungssteigerungen.
Der Mk4 versus der Mk5: Eine Frage der Identität
Jarman besaß zuvor einen neueren Mk5 Supra (die moderne Version, die gemeinsam mit BMW entwickelt wurde). Obwohl er die Leistung anerkennte, stellte er fest, dass ihm der Charakter des Originals fehlte. „Der Mk5 war schnell und hatte ein gutes Handling, aber er fühlte sich einfach wie ein deutsches Auto an“, erklärt er. „Der Mk4 ist ein großer japanischer GT.“ Dieses Gefühl spiegelt eine häufige Kritik am Mk5 wider: dass er die eindeutige Identität von Toyota zugunsten der BMW-Technik geopfert habe. Vor allem das Innere zog Jarmans Zorn auf sich; Obwohl es funktional war, fühlte es sich an wie eine BMW-Kabine, die in eine Toyota-Hülle transplantiert wurde.
Eine Familiengeschichte: Mehr als nur ein Auto
Der Supra trat 1996 in Jarmans Leben und wurde gebraucht mit nur 9.000 Meilen für 39.000 £ (rund 4.000 £ unter dem ursprünglichen Verkaufspreis) gekauft. Es wurde schnell in sein Familienleben integriert, indem er seine kleine Tochter transportierte und die täglichen Fahrten nach London erledigte. Trotz der Laufleistung behält der Motor seine werkseitig angegebene Leistung von 321 PS (europäische Spezifikation) – ein Beweis für die Ingenieurskunst von Toyota und die sorgfältige Wartung von Jarman.
Dabei geht es nicht nur um Leistung; Es geht um ein Auto, das in den Stoff eines Lebens eingewebt ist. Der Supra wurde nicht nur gefahren, sondern lebte mit. Diese Art von Langlebigkeit und emotionaler Bindung ist im modernen Autobesitz selten.
Seltenheit und obsessive Details
Der auf dem britischen Markt erhältliche Mk4 Supra ist bemerkenswert selten. Bis zum Produktionsende im Jahr 1996 wurden offiziell nur 600 Exemplare verkauft. Jarmans Engagement dafür, sein Auto original zu erhalten, geht in absurde Ausmaße. Als die Digitaluhr ausfiel, verbrachte er Monate damit, bei eBay für 300 £ nach dem richtigen europäischen Ersatz (mit Temperaturanzeige) zu suchen, anstatt die billigere, leicht erhältliche japanische Version zu verwenden.
Sogar seine Reifenwahl wird sorgfältig überlegt: Zurzeit nutzt er Toyos für die TÜV-Konformität, plant aber, wieder auf die Originalspezifikation von Michelin umzusteigen, sobald diese wiederaufbereitet sind. Dieses Maß an Hingabe unterscheidet Jarmans Supra von den unzähligen modifizierten grauen Importexemplaren, die den Markt überschwemmen.
Der anhaltende Reiz der Originalität
Jarmans Geschichte ist nicht einzigartig; Viele Sammler legen mittlerweile Wert auf werksgerechte Restaurierungen und Konservierung gegenüber Aftermarket-Upgrades. Dieser Trend wird durch mehrere Faktoren vorangetrieben: steigende Werte von Oldtimern, der Wunsch nach Authentizität und die Ablehnung des Wegwerfcharakters moderner Autos. Die Tatsache, dass ein 28 Jahre alter Supra immer noch seine ursprünglichen Leistungsspezifikationen erfüllen kann, spricht Bände über die Verarbeitungsqualität von Toyota.
Letztendlich ist Jarmans Supra mehr als nur ein gut gewartetes Fahrzeug; Es ist eine rollende Zeitkapsel, ein Symbol einer anderen Ära des Automobildesigns und der Automobiltechnik.
