In den USA hergestellte Autos nach Japan: Acura Integra Type S und Honda Passport auf dem Weg nach Osten

Honda wird ab der zweiten Hälfte des Jahres 2026 mit der Auslieferung von zwei in den USA hergestellten Fahrzeugen – dem Acura Integra Type S und dem Honda Passport TrailSport Elite – nach Japan beginnen. Dies ist das erste Mal, dass Acura direkt auf dem japanischen Markt verkauft wird, zeitgleich mit dem 40-jährigen Jubiläum der Luxusmarke.

Handelsabkommen ermöglicht Exporte

Der Schritt ist eine direkte Folge eines unter dem ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump ausgehandelten Handelsabkommens, das Japan für amerikanische Automobilimporte öffnete. Zuvor war der japanische Automobilmarkt stark geschützt und begünstigte einheimische Hersteller.

Produktion und Modelle

Sowohl der Integra Type S als auch der Passport TrailSport Elite werden derzeit in den USA hergestellt: Der Integra wird einschließlich seines K20C-Motors in Ohio gebaut, während der Passport und sein 3,5-Liter-V6-Motor aus dem Honda-Werk in Alabama stammen. Die TrailSport Elite-Ausstattung, eine High-End-Variante, hat einen Einstiegspreis von fast 55.000 US-Dollar.

Hondas Perspektive

Jun Jayaraman, ein leitender Angestellter bei Honda of America, erklärte: „Honda hat von Anfang an an unser amerikanisches Fertigungstalent geglaubt und wir sind stolz darauf, von unseren Mitarbeitern in Alabama gebaute Qualitätsfahrzeuge an Honda-Kunden in Japan zu exportieren.“ Dies unterstreicht Hondas Vertrauen in seine Produktionskapazitäten in den USA.

Verkaufskontext

Verkaufszahlen aus dem Jahr 2025 zeigen, dass der Integra in den USA 20.178 Einheiten verkauft hat, ein Rückgang von 17,3 % im Vergleich zum Vorjahr. Unterdessen verzeichnete der Passport mit 55.231 verkauften Einheiten einen Anstieg um 70,4 %, obwohl seine Veröffentlichung Ende des Jahres möglicherweise zum Wachstum beigetragen hat.

Marktausblick

Analysten fragen sich, ob sich diese Exporte erheblich auf die Verkäufe in Japan auswirken werden, da nur zwei Ausstattungsvarianten und keine kompletten Modellreihen ausgeliefert werden. Dies könnte jedoch ein erster Schritt zu einer breiteren Marktdurchdringung sein. Der Erfolg dieser Fahrzeuge wird davon abhängen, wie gut sie japanische Verbraucher ansprechen und ob Honda sein Exportangebot in Zukunft erweitert.

Die Öffnung des japanischen Marktes stellt einen bemerkenswerten Wandel in der Handelsdynamik dar, die langfristigen Auswirkungen bleiben jedoch ungewiss.